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KOOPERATION MIT DEM HELMHOLTZ-ZENTRUM DRESDEN-ROSSENDORF: WICHTIGE VEREINBARUNG GESCHLOSSEN

Die Universität Wrocław startet eine enge wissenschaftliche Kooperation mit dem Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR), einem der wichtigsten deutschen Forschungsnetzwerke. Als Forschungsuniversität wird die Universität Wrocław gemeinsam mit ihrem deutschen Partner Forschung zum Einsatz künstlicher Intelligenz in autonomen Fahrzeugen entwickeln.

Aufbauend auf der erfolgreichen Zusammenarbeit beim Görlitz Center for Advanced Systems Understanding (CASUS) wurde von Prof. Dr. Sebastian M. Schmidt, dem wissenschaftlichen Direktor des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf (HZDR), und Prof. Przemysław Wiszewski, dem Rektor der Universität Wrocław, vor kurzem ein Memorandum of Understanding (MoU) unterzeichnet – mit dem Ziel, die zukünftige Zusammenarbeit zwischen den beiden Einrichtungen zu vertiefen und auszubauen. Beide Partner wollen damit den zentraleuropäischen Forschungsraum und die Verbindung zwischen Sachsen und Polen stärken. Bei CASUS wird die Universität Wrocław vor allem ihre vielseitigen Erfahrungen in den Bereichen autonomes Fahren und maschinelles Lernen einbringen.

Mit der Unterzeichnung der Absichtserklärung legen das Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf und die Universität Wrocław den Grundstein für die weitere enge Zusammenarbeit – nicht nur im Rahmen des deutsch-polnischen Forschungsinstituts CASUS, sondern auch bei anderen für die Wissenschaft strategisch wichtigen Fragen:

Wissenschaft und Forschung hatten schon immer ein unglaubliches Potenzial, Grenzen zu überbrücken – betont Prof. Dr. Sebastian M. Schmidt, wissenschaftlicher Direktor des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf. – Durch unsere günstige Lage im Drei-Länder-Eck hat das HZDR eine exzellente Ausgangsposition, um für Deutschland starke wissenschaftliche Verbindungen zu unseren Nachbarregionen zu etablieren. Das Beispiel CASUS zeigt, welche Erfolge internationale Kooperationen ermöglichen. Es freut uns deshalb außerordentlich, dass wir unsere Partnerschaft mit der Universität Wrocław nun ausbauen können – so Prof. Schmidt.

Die Einrichtungen wollen diese Beziehung stärken, zum Beispiel durch die gemeinsame Rekrutierung von Forscher/innen, die Veranstaltung von Workshops und Austauschprogrammen sowie den Austausch wissenschaftlicher Informationen. Dies gilt insbesondere für das Feld des maschinellen Lernens und gerade der letzte Punkt spielt eine Schlüsselrolle für CASUS.

Durch die an unserer Universität betriebene Forschung können wir das Görlitzer Zentrum dabei unterstützen, seine Forschungsziele in so unterschiedlichen Bereichen wie Systembiologie, Forschung an neuen Materialien oder autonomes Fahren zu verfolgen – so Professor Przemysław Wiszewski, Rektor der Universität Wrocław. – Letztendlich profitieren davon nicht nur die Universität Wrocław und das HZDR, sondern auch die gesamte Gesellschaft – ob in Polen, Deutschland oder weltweit.

Diese Einschätzung teilt auch der Sächsische Wissenschaftsminister Sebastian Gemkow, der sich zusammen mit dem wissenschaftlichen Direktor des HZDR im vergangenen Jahr im Rahmen eines Besuchs an der Universität Wrocław ein konkretes Bild vor Ort machen konnte: – Die Absichtserklärung zur vertieften Zusammenarbeit ist ein starkes Bekenntnis zum wissenschaftlichen Austausch und zugleich ein Beleg für die gute Beziehung zu unseren polnischen Nachbarn – so Minister Gemkow. – Solche länderübergreifenden Kooperationen sind für den erfolgreichen Strukturwandel in der Region elementar. Der Freistaat Sachsen mit seiner breiten und vielfältigen Forschungslandschaft bietet viele Anknüpfungspunkte für Projekte und schlägt so Brücken zu unseren mitteleuropäischen Partnern – schloss er ab.

Die Universität Wrocław mit ca. 23.500 Studierenden gehört zu den größten Hochschulen in Polen. Am Institut für Informatik der Universität entwickelt das Forscherteam Computational Intelligence Research Group Algorithmen und Systeme zur Interpretation und Vorhersage des Verhaltens verschiedener Akteure im Straßenverkehr, was eine der größten Herausforderungen beim autonomen Fahren darstellt. Im Rahmen des Projekts „Aleph One“ betreibt die Universität darüber hinaus eine Forschungsplattform, bei der sie autonome Fahrzeuge unter realen Bedingungen testen und relevante Daten sammeln kann.

Prof. Schmidt erläuterte, dass die Fragen, die die moderne Wissenschaft zu beantworten versuche, gleichzeitig die größten Herausforderungen für die Menschheit darstellten. Dies seien globale Fragen, die uns alle betreffen, und um sie zu ergründen, brauche es große internationale Teams. Und eben hier, im Drei-Länder-Eck, ergäbe sich für uns eine natürliche Chance, solche Teams zu bilden. Er sei deshalb stolz, dass das HZDR einen solchen Partner wie die Universität Wrocław gewonnen habe. Diese Zusammenarbeit stelle eine große Chance dar für junge Menschen, für Austauschprogramme, für gemeinsame Forschung und große Projekte.

Das Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) forscht in den Bereichen Energie, Gesundheit und Materialwissenschaft. Die deutschen Forscher am Zentrum sind bestrebt, folgende Zukunftsfragen zu lösen: Wie nutzt man Energie und Ressourcen effizient, sicher und nachhaltig? Wie können Krebserkrankungen besser visualisiert, charakterisiert und effektiv behandelt werden? Wie verhalten sich Materie und Materialien auf der Mikro- und Makroskala und unter dem Einfluss von z. B. Magnetfeldern?

Das HZDR kooperiert mit mehreren großen Partnern und unterstützt mit seinen Messlaboren und Forschungsanlagen auch andere Forschungszentren. Es ist Mitglied der Helmholtz-Gemeinschaft, darf sechs Forschungszentren (in Dresden, Freiberg, Görlitz, Grenoble, Leipzig, Schenefeld bei Hamburg) sein Eigen nennen und beschäftigt fast 1400 Mitarbeiter – davon etwa 500 Wissenschaftler, darunter 170 Doktoranden.

Dodane przez: Tomasz Sikora

6 Jul 2021

ostatnia modyfikacja: 6 Jul 2021