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Die Universität Wrocław bietet das historische Wallenberg-Pachaly-Palais aus dem Jahre 1787 zum Verkauf. Das sich an der Karol-Szajnocha-Straße 10 in der Innenstadt befindliche neoklassizistische, dreistöckige Gebäude, in dem derzeit noch Abteilungen der Universitätsbibliothek untergebracht sind, kann wie früher der Hauptsitz einer Bank oder eine attraktive Unterkunft für Touristen in Breslau werden. Die Nutzfläche des Gebäudes beträgt insgesamt 3697 m2, und das Grundstück, auf dem der Palast steht, ist 0,1290 ha groß.

Die neoklassizistische Residenz des Hauptsteuerprüfers der Kriegs- und Herrschaftskammer, Heinrich Karl Gideon von Wallenberg-Pachaly, wurde in den Jahren 1785-1787 nach dem Entwurf des Architekten Carl Gotthard Langhans errichtet, der u. a. auch das Brandenburger Tor in Berlin schuf. Neben dem Palast von Hatzfeldt war sie die prächtigste Palastresidenz im Breslau des Friedrich-Zeitalters. Um 1810 wurde das Gebäude um den dreiachsigen Westflügel nach dem Entwurf von Carl Ferdinand Langhans, dem Sohn des ursprünglichen Architekten, und 1890 um den südlichen, den Innenhof umschließenden Gebäudeteil erweitert. Auch wurde damals die Dachform zu einem Mansardendach geändert.

Das Gebäude umfasst drei Ebenen. Im Erdgeschoss befindet sich eine Halle mit einem elliptischen Treppenhaus und einem komplizierten System an Gängen, die zu den Räumen der ehemaligen Commerz- und Privatbank des Hauseigentümers sowie zur Wechselstube und zum Speditionsbetrieb führen. In der ersten Etage sind kleine Wohnräume mit einem ovalen Wohnzimmer untergebracht, in welchem es vier von ionischen Säulen flankierte Ecknischen gibt, und die Decke schmückten die nach 1945 teilweise rekonstruierten Fresken mit mythologischen Themen von Philipp Anton Bartsch. Das für Langhans charakteristische Oval-Motiv wiederholt sich in der Gesamtgestaltung sowie in Details (Balustraden). In der symmetrischen Fassade des Gebäudes wurde der leicht abgesetzte mittlere Gebäudeteil mit einem von vier ionischen Säulen getragenen Portikus ausgestattet, der sich über den Boden erhebt und mit einem Dreiecksgiebel gekrönt ist.

Der Wallenberg-Pachaly-Familiensitz wurde vor 1945 auch von der Commerz- und Privatbank Breslau benutzt. Als einer der wenigen überstand er den Zweiten Weltkrieg ohne schwere Schäden und besitzt derzeit den einzigen, in Breslau erhaltenen klassizistischen Innenraum. Nach dem Krieg beherbergte das Gebäude einen Teil der Sammlungen der Universitätsbibliothek, die Abteilung für Katalogisierung sowie Büroräume der Bibliotheksleitung und -verwaltung. Die historischen Ausstellungsräume wurden öffentlich zugänglich gemacht.

Heute kann dieses attraktive Baudenkmal aus dem 18. Jahrhundert im Herzen der Stadt nahe dem Markt- und Salzplatz zum repräsentativen Sitz eines großen Unternehmens, beispielsweise einer Bank, werden. Die schönen klassizistischen Innenräume können Besuchern Wrocławs als attraktive Hotelzimmer und prächtiges Restaurant mit reich verziertem Interieur dienen. Der historische Palast kann außerdem für kulturelle Aktivitäten bestimmt und die antiken Räume können auch als Ausstellungsräume genutzt werden.

Alle Informationen über den Verkauf des Gebäudes sind in der Abteilung für Immobilienverwaltung: dgn@uwr.edu.pl